Mein Weißensee


Mein Weißensee liegt eigentlich zwischen dem Weißen See und der Orankesee-Obersee-Landschaft von Alt-Hohenschönhausen. Hier habe ich einen Großteil meines Lebens verbracht. Das tatsächliche Zentrum des kleinen Stadtteils ist für die meisten wahrscheinlich der Antonplatz mit seinem „Kino Toni“. Für mich ist es schwer vorstellbar, dass sich hier einmal ein kleines Hollywood abgespielt haben soll. In den 20er Jahren wurden an diesem Standort rund 100 Stummfilme, u.a.“Das Cabinet des Dr. Caligari“ gedreht und auch Marlene Dietrich war hier am Werk.

Heute sehe ich diesen Schauplatz eher als Bühne des Alltags; An-und Verkaufsläden, renovierungsbedürftige Häuser, Bauzäune mal hier, mal da. Für jemanden, der sich hierher verirrt hat, hinterlässt Weißensee vielleicht einen eher nüchternen ersten Eindruck. Spaziert man durch die Straßen des Komponisten- oder des Gründerviertels, entdeckt man erst zwischen wunderschöner Architektur und grünen Parks, die kleinen hübschen Fleckchen. Der Weiße See selbst ist für mich immer einen Besuch Wert. In seinem Strandbad kann ich mich sogar im Winter in die Sonnenliege fläzen. Doch treffe ich auch auf kleine Genüsse am Straßenrand oder auf Läden mit individueller Handwerkskunst von jungen kreativen Köpfen. Ganz klar, hier tut sich was – denn Weißensee ist Teil einer Weltmetropole aber auch nach wie vor ein schöner Wohnort abseits des Großstadttrubels. Und Morgen? Da wird es hoffentlich so bleiben.

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